Wie das Corona Virus Instagram & Co. beeinflusst

Wow. Was war das für ein Start in das Jahr. Hat irgendjemand eigentlich den März mitbekommen, was ist im April passiert und warum haben wir schon Mai? Das Corona Virus hat uns alle fest im Griff. Nicht nur unser Privat- und berufliches Leben wurde komplett auf den Kopf gestellt, auch durch die Sozialen Medien ist ein Ruck gegangen.

Mediennutzung
Netflix, Amazon, Disney+: Ich gebe es zu, am Anfang der Corona Krise habe ich so ziemlich jeden Streamingdienst genutzt, den es auf dem Markt gibt. Aber irgendwann hat man selbst die alten Serien geguckt und mit der Drosselung von Netflix war es auch anstrengend Filme zu gucken. Das ging wohl nicht nur mir so. Laut App Annie ist besonders in die tägliche Smartphone-Nutzung in den am stärksten betroffenen Ländern deutlich angestiegen. In China sogar um 30 Prozent gegenüber dem Durchschnitt im Jahr 2019.
Laut Socialbakers, die Anfang April den State of Social Media Report: The Impact of COVID-19 veröffentlicht haben, sind die Online-Aktivitäten der User von Markenprofilen seit Ende Februar um 16 Prozent gestiegen.

App up your life
TikTok first, Instagram second, goodbye Langeweile. Unter den Social Media Apps zählt TikTok zu den klaren Gewinnern. Keine große Überraschung, oder? Laut dem e-Commerce Magazin wurde in China nach dem ersten COVID-19-Ausbruch ein 130-prozentiger Anstieg der durchschnittlichen Zeit pro Benutzer im Vergleich zum Wochendurchschnitt im Jahr 2019 verzeichnet.
Großer Aufsteiger unter den „Office-Apps“ ist die Videokonferenz-App Zoom. Yoga, Zumba, Geburtstagsfeiern und Spieleabende: Nichts ist unmöglich. Binnen weniger Wochen schnellte die Zahl der Nutzer von 10 auf 200 Millionen pro Tag hoch.

Money, Money, Money
Fehlende Aufträge, Schließung von Filialen und Kurzarbeit. Wirtschaftlich gesehen war das Corona Virus für viele Unternehmen die Vollkatastrophe. Logisch, dass nicht nur Redaktionspläne modifiziert wurden, sondern auch Kampagnen und Werbebudgets gestrichen wurden. Laut einer Umfrage von AllFacebook im deutschsprachigen Raum gab es bei ziemlich genau der Hälfte der Befragten in Folge der Corona-Krise eine Kürzung der Budgets. Bei 14 % wurde das Budget sogar komplett gestrichen. Immerhin 14 % der Unternehmen haben ihre Budgets gesteigert. Dabei war die Kürzung in den wenigsten Fällen selektiv und betraf in 64 % der Fälle alle Marketingzweige. In Nordamerika sind die Facebook-Werbeausgaben laut den Socialbakers seit Dezember 2019 sogar um fast 50% gesunken.

Mehr Persönlichkeit
Für einige Unternehmen war die Corona-Krise DIE Chance endlich mehr Persönlichkeit zu zeigen. Wie gehen wir mit der Krise um, wie sieht bei uns Homeoffice aus und was passiert hinter den Kulissen? Es gab Beiträge aus dem Homeoffice, Yogabilder im Schlafzimmer, Familieneinblicke und Instachallenges. Plötzlich hatte man ein Gesicht zu den meist unpersönlichen Unternehmensaccounts und wusste, dass der SEO Manager auch einen Hund zuhause hat. Alles war gefühlt ein bisschen weniger perfekt und dafür so viel persönlicher und echter. Aber genau hier hat sich auch gezeigt, wie wichtig es ist flexibel zu kommunizieren und gewohnte (Marketing-) Wege verlassen zu können.

Back to Social
Die Corona Krise hat wirtschaftliches viel Schlechtes mit sich gebracht. Auf der persönlichen Ebene hat es aber auch sehr viel Gutes aus uns herausgeholt. Nachbarschaftshilfen, junge Menschen, die für die älteren Generationen einkaufen gehen und #supportyourlocaldealer. Gefühlte Wahrheit? Nein, denn zu diesem Entschluss kommt auch eine Untersuchung von APA-Comm. Untersucht wurde die Verwendung von zehn positiv konnotierten Begriffen in den Monaten Februar und März auf den Plattformen Facebook, Twitter und Instagram.  Allen voran: Die Verwendung des Wortes „Nachbarschaftshilfe“ mit einer Steigerung um den Faktor 27. Ganz dicht dahinter: Die Wörter „Solidarität“ und „Rücksicht“.

 

 

 

 

 

 

 

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